Yamaha und Kawasaki - zwei berühmte heutige Hersteller
Motorradhersteller als Fernost: Japan überholt Deutschland

Mitte der 60er-Jahre wurde die Motorradproduktion in Deutschland weitestgehend eingestellt, da man mit dem Boom der Automobile keine Zukunft für die Motorräder mehr sah. Daraufhin überholten die Japaner die Deutschen mit ihren noch jungen Marken Yamaha und Kawasaki.
Motorräder von Yamaha Motors
Yamaha Motors wurde 1955 als eigenständiges Unternehmen aus der Yamaha Corporation heraus gegründet und ist vor allem zuständig für den Bau und die Entwicklung von Motorrädern, Quads, ATV und einzelnen Motoren, vor allem Bootsmotoren. Es hat seinen Sitz in Hamamatsu. Dabei wurde das Unternehmen gezielt von der Regierung gefördert. Das erste Motorrad, das von Yamaha Motors präsentiert wurde, war eine 1:1-Kopie der DKW RT 125, was dem Unternehmen gerade in Europa keine guten Kritiken von Seiten der Presse brachte. Trotzdem gilt es mittlerweile als einer der wichtigsten Motorradhersteller der Welt.
Motorräder von Kawasaki Heavy Industries
Kawasaki Heavy Industries wurde 1878 in Tokio von Shōzō Kawasaki gegründet und ist ein japanisches Schwerindustrie-Unternehmen mit Sitz in Kōbe, Hyōgo, Japan. Die Motorradproduktion des Unternehmens begann 1966 mit der Kawasaki W1, die 50 PS bei 650 Kubikzentimeter Hubraum leistete. Das Modell, das entstand durch die Übernahme des japanischen Motorradherstellers Meguro, wurde bis Ende 1974 gebaut und ebnete Kawasaki außerdem den Zugang zum europäischen und damit auch zum deutschen Motorrad-Markt.
Kawasaki ist bis heute eine der bedeutendsten Motorradhersteller weltweit und liegt im Hinblick auf die Absatzzahlen auf dem dritten Rang hinter Honda und Yamaha Motors. Das Unternehmen konnte vor allem im Bereich des Enduro- und Motocross-Motorradsports große motorsportliche Erfolge feiern, was sich positiv auf das Image von Kawasaki auswirkt.
