Die Risiken und Schadstoffbelastungen von Motorrädern
Das Motorrad - riskant und dreckig?

Motorrad fahren gilt schon immer als deutlich riskanter als Auto fahren, was vor allem daran liegt, dass es weniger passive und aktive Sicherheitssysteme als im Auto gibt und dass Motorradfahrer leichter übersehen werden.
Motorradfahrer haben wesentlich höheres Risiko als Autofahrer
Motorradfahrer haben statisch gesehen ein 20mal so hohes Risiko pro gefahrenem Kilometer, tödlich zu verunglücken als Autofahrer. Berücksichtigen muss man dabei jedoch, dass die meisten Motorradfahrer dies als Hobby betreiben und relativ selten fahren. Wenn sie aber fahren, sind sie oftmals sportlich unterwegs und tasten sich gelegentlich auch an den Grenzbereich des Motorrads heran, währenddessen die meisten Autofahrer vor allem möglichst sicher von A nach B kommen wollen.
Prägnanter Sound beim Motorrad neigt zur enormen Lämbelastung
Im Hinblick auf die Geräuschemissionen fallen Motorräder oftmals negativ auf, da sie deutlich lauter wahrgenommen werden als Automobile. Dies liegt vor allem daran, dass Motorräder vor allem Spassgeräte sind und der prägnante Sound zu ihrer sportlichen Auslegung dazugehören, währenddessen Automobile eher als Fortbewegungsmittel wahrgenommen werden. Trotzdem bemühen sich erste Motorradhersteller um eine Beseitigung dieser Problematik. Eine Lösung hierbei könnte die aus dem Sportwagenbereich bekannte Technologie des Klappenauspuffes sein: Dabei lässt sich der Sound der Auspuffanlage per Knopfdruck ändern.
Abgase beim Motorrad oftmals kritisch
Im Hinblick auf die Abgasemissionen ist das Motorrad verglichen mit dem Automobil immer noch sehr schlecht, was vor allem daran liegt, dass der Platz für Abgasnachbehandelungsanlagen wie beispielsweise Katalysatoren bei Motorrädern naturgemäß sehr begrenzt beziehungsweise nicht vorhanden ist. Dies zeigt sich auch bei der Definition der europäischen Abgasvorschriften: So sind die Grenzwerte für die Euro-4-Norm bei Motorrädern doppelt so hoch wie bei Automobilen. In Zukunft ist aber eine Verbesserung der Schadstoffemission zu erwarten, da intensiv daran geforscht wird.
