Wie auch in der Anfangszeit der Automobile gab es zu Beginn der Geschichte der Motorräder bereits Bestrebungen, sich im sportlichen Wettkampf miteinander zu messen. Dazu nutzte man und nutzt man auch heute noch hauptsächlich die bereits für den Automobilsport errichteten Rennstrecken. Weltweit wird der Motorradsport durch die Fédération Internationale de Motocyclisme (FIM) mit Sitz in England und europaweit durch die Union Européenne de Motocyclisme (UEM) mit Sitz in der Schweiz geregelt und in der Öffentlichkeit vertreten. Einen eigenen Motorradsport-Verband in Deutschland gibt es nicht, jedoch übernimmt der Deutsche Motorsport-Bund (DMSB) diese Aufgabe.

Die wichtigsten heutigen Rennveranstaltungen für Motorräder sind die MotoGP-Serie, die 24 Stunden von Le Mans für Motorräder und die Rallye Paris-Dakar.

Die MotoGP-Serie wurde 2002 eingeführt und besteht aus 15-20 Rennen pro Saison, die weltweit ausgetragen werden. Es sind ausschließlich Prototypen mit Viertakt-Motoren ohne Aufladung zugelassen, der maximale Hubraum beträgt 800 Kubikzentimeter. Die Rennserie wird überlegen dominiert von Valentino Rossi, der bis auf die Jahre 2006 und 2007 jede Saison Weltmeister wurde. Er fuhr zunächst bei Honda, bis er 2004 zu Yamaha wechselte.

Das 24-Stunden-Rennen von Le Mans für Motorräder (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Rennen für Kraftfahrzeuge) findet seit 1978 auf dem berühmten Bugatti Circuit im französischen Le Mans statt. Es wurde schnell zu einem Langstrecken-Klassiker im Motorradsport und wird vom Automobile Club de l´Ouest, dem französischen Automobilclub, ausgetragen.

Die Rallye Paris-Dakar wird seit 1978 hauptsächlich auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragen und ist eine der berühmtesten Motorsport-Rallyes weltweit.Ambitionierte Hobby-Rennfahrer mit Motorrädern finden sich häufig auch im Rahmen der Touristenfahrten auf der Nürburgring-Nordschleife ein.