Der Antrieb von Motorrädern erfolgt üblicherweise über Reihen-, V- oder Boxer-Motoren mit einem bis vier Zylinder, die zwischen Vorder- und Hinterrad möglichst tief eingebaut sind, um einen niedrigen Schwerpunkt und dadurch eine entsprechend gute Kurvenlage zu ermöglichen. Bis in die 70er-Jahre hinein wurden hauptsächlich Zweitakt-Motoren verwendet, man wechselte dann aufgrund zunehmender gesetzlicher Beschränkungen im Hinblick auf Geräusch- und Abgasemissionen auf Viertakt-Motoren, die außerdem eine höhere spezifische Leistung haben. Die Motoren sind praktisch ausschließlich luftgekühlt, da sie in den meisten Fällen ohne Abdeckungen dem direkten Fahrtwind ausgesetzt sind und außerdem in den meisten Motorrädern kein Platz für ein aufwändiges Kühlsystem vorhanden ist.

Motorräder traditionell mit Hinterrad-Antrieb

Die Übertragung der Antriebsenergie geschieht mit Hilfe von Kardanwellen, Zahnriemen oder in den meisten Fällen mit Hilfe von Kettenantrieben. Praktisch alle Motorräder verfügen über Hinterrad-Antrieb. Es gab zwar auch Prototypen mit Allradantrieb, jedoch hat man diese Versuche schnell wieder aufgegeben, als man festgestellt hat, dass der dadurch erreichte Traktionsvorteil in keinem Verhältnis zum technischen Mehraufwand und auch nicht zu dem zusätzlichen Gewicht steht. Jedoch baut eine Firma namens ROKON schon seit 40 Jahren Motorräder mit Allradantrieb in den USA, wobei beide Räder über Ketten angetrieben werden.

Ergonomische Anordnung der Steuerungselemente

Es ist üblich, Motorräder mit Händen und Füßen zu steuern, wobei sich folgende Anordnung der Steuerungselemente durchgesetzt hat: Der linke Fuß ist für die Gangschaltung zuständig, die linke Hand bedient die Kupplung, die rechte Hand das Gas mit Hilfe eines Drehgriffes und die Vorderradbremse und der rechte Fuß die Hinterradbremse. Die Schalter für die Blinker sind meistens links angeordnet, die Bedienelemente für die Beleuchtung hingegen rechts.