Fahrfehler beim Fahren eines Motorrades bleiben nicht aus, weswegen sich innerhalb der Motorradszene zum besseren Verständnis einige Begriffe für typische Fahrfehler gebildet haben.

Dynamische Vorderradüberbremsung

Ein typischer Fahrfehler hängt mit dem physikalischen Gesetz der dynamischen Achslastverteilung zusammen: Bremst man mit einem Fahrzeug oder einem Motorrad, so verlagert sich das Gewicht zunehmend - abhängig von der Bremsverzögerung - auf die Vorderachse. Ab Bremsverzögerungen von ungefähr 10 Meter/Sekunde² kann dieser Effekt dazu führen, dass das Hinterrad des Motorrades den Kontakt zur Fahrbahn verliert und sich der Fahrer zusammen mit der Maschine überschlägt. Moderne Motorräder versuchen dies durch den Einbau eines ABS-Systems zu verhindern. Dabei messen Beschleunigungssensoren den aktuellen Fahrzustand und durch gezieltes Bremsen beziehungsweise Lösen der Bremsen wird erreicht, dass es nicht zu einem Überschlag des Motorrades kommt.

Lowsider

Unter dem Begriff "Lowsider" versteht man einen Fahrfehler bei dem aufgrund einer zu hohen Kurvengeschwindigkeit die Reifen des Motorrades den Halt verlieren und das Motorrad und der Fahrer in Richtung äußere Kurvenbegrenzung rutschen. Bemerkt der Fahrer, dass die Reifen seines Motorrades zu rutschen beginnen, bleibt meistens keine Zeit mehr, um darauf zu reagieren, weswegen dieser Fahrfehler unter Motorradfahrern besonders gefürchtet ist. Typische Fahrbedingung bei einem Lowsider ist eine nasse oder ölverschmierte Straßenoberfläche.

Highsider

Bei einem "Highsider" verhält sich das Motorrad zunächst wie bei einem Lowsider: Die Reifen des Motorrades verlieren ihre Haftung und das Motorrad beginnt zu rutschen. Jedoch wird es noch gefährlicher, sobald die Reifen, wie im Falle eines Highsiders, wieder Grip bekommen: Das Motorrad richtet sich schlagartig auf und oftmals führt dies zu einem Abwurf des Fahrers. Oftmals werden die Fahrer dabei von ihrem eigenen Motorrad "erschlagen", was zu sehr schweren oder tödlichen Verletzungen führt.